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Werbeblocker considered harmful!

Heute geht es um Werbung. Im Web. Die nervt ja bekanntlich sehr. So sehr, dass sich immer mehr Leute Werbeblocker installieren. Die Dinger sind nicht neu; der Kampf zwischen Werbung und User und die damit verknüpften Diskussionen um das Pro und Contra sind schon so alt wie die Idee des Werbebanners an sich. Die User beschweren sich über die immer aufdringlicher werdende Werbung, und die Site-Betreiber beschweren sich darüber, dass ihnen durch den Einsatz von Werbeblockern Einnahmen flöten gehen. Inzwischen wird aber erstaunlicher Weise nicht mehr so heftig diskutiert wie früher; die Werbenden scheinen sich damit abgefunden zu haben, dass ein bestimmter Prozentsatz der Web-User eben kein Blinke-Brüll-Jamba-King-Kong-Flash über den Text gelegt bekommen. Nicht mal im besten Forum der Welt regt sich noch jemand auf, wenn die Leute sich gegenseitig die neusten, coolsten, effektivsten Werbeblocker empfehlen. 95% Web-User ohne Werbeblocker sind halt immer noch genug.

Dabei habe ich selber all die Jahre bewusst auf den Einsatz eines solchen Tools verzichtet. Vor fünf, sechs Jahren sicherlich auch aus dem Grund, dass ich eh der “anderen Seite” angehörte. Und auch, dass die Werbung damals lange nicht so schlimm war wie heute. Doch wenige Jahre später wäre es eigentlich an der Zeit gewesen. Scheussliche Skyscraper, penetrante Popups, irritierende Interstitials; darauf hätte ich wirklich verzichten können. Habe ich aber nicht. Lange Zeit überlegte ich, warum das so war. Irgendwann schob ich es auf Faulheit. Aber dann, es ist gar nicht so lange her, wurde mir auf einmal klar, warum ich keinen Werbeblocker einsetze und warum ich es auch nie tun werde.

Websites werden, wie die meisten anderen Produkte auch, von Menschen erschaffen. Menschen, die Entscheidungen treffen. Irgendwo trifft jemand die Entscheidung, ein Angebot ins Web zu stellen, um damit Geld zu verdienen. Er trifft die Entscheidung, dieses Geld über Werbung einzunehmen. Er trifft die Entscheidung, eine gewisse Fläche auf seiner Website dieser Werbung zur Verfügung zu stellen. Und irgendwann trifft er vielleicht die Entscheidung, Werbung zu schalten, die sich über das legt, was er eigentlich seinen Kunden anbieten will.

Ich möchte von diesen Entscheidungen wissen. Vor allem die der letztgenannten Art. Wenn ich auf eine Website gehe, um einen Artikel zu lesen, und dort erst warten muss, bis King Kong mich zuende angebrüllt hat, dann ist die Botschaft der Betreiber an mich, den User, klar:

Lieber Besucher! Wir freuen uns, dass du bei uns vorbei schaust, um unseren großartigen Content zu lesen. Wir möchten dir als zusätzlichen kostenlosen Service eine aktuelle Produktinformation zeigen, die dich sicherlich irre interessiert! Danach geht’s auch sofort weiter.

Hmm.

Ok, wir sehen schon, dir kann man nichts vormachen. Scheiß auf den doofen Artikel. Wir wollen nur, dass du die Werbung siehst. Vielleicht sogar auf sie drauf klickst. Denn damit verdienen wir Geld. Was du danach machst, ist uns scheißegal. Du kannst gerne abhauen, ohne den Artikel zu lesen. Den hat eh der dumme Trainee geschrieben. Und den feuern wir in ein paar Wochen, weil wir über die Werbung gar nicht so viel Geld verdienen wie erhofft.

Weiterhin viel Spaß bei uns!

Während mich also King Kong in Flashform anbrüllt und ich ihn nicht mal wegklicken kann, wird für mich klar: auf das Lesen des Artikels kann ich verzichten. Genau wie auf die ganze miese Website. Hätte ich einen Werbeblocker eingesetzt, hätte ich am Ende noch gedacht, sie meint es ernst mit ihren Besuchern. Wie peinlich das für mich gewesen wäre, hätte ich erst sehr viel später die traurige Wahrheit erkannt. Aber so bin ich im Bilde. Brauche sie nicht mehr zu besuchen, aus irgendeiner vagen Hoffnung heraus, mich könnte dort irgendetwas Interessantes erwarten. Denn die wäre auch mit Werbeblocker vergebens.

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PNG in IE: SNAFU

Okay, heute eine neue Geschichte aus der wundervollen Internet-Explorer-Hass-Welt. Diesmal geht es um PNG-Support. Argh. Gut, IE zeigt sie immerhin an, das ist ja schonmal was. Aber spätestens bei Transparenz freut man sich darüber, dass IE die transparenten Bereiche mit einem netten Blau ersetzt. Mist. Über Google findet man diesen interessanten JavaScript-Hack, der zumindest bei normal eingebetteten Bildern dieses Problem behebt. Mir hilft das leider wenig, denn ich setze hier und da PNGs als Hintergrundbilder ein (um zum Beispiel Listen nettere Bullet-Points zu geben). Und da greift der Hack halt leider nicht.

PNGs in IEAlso bliebe mir eigentlich nur eines übrig: ich müsste die betroffenen PNGs in GIFs konvertieren. Und das nur, weil immer noch mehr als die Hälfte meiner User einen durch und durch defekten Browser benutzt. Diesen Leuten möchte ich an dieser Stelle eines sagen: dass das Intarweb im IE superduper aussieht, liegt nicht daran, dass IE so toll ist. Nein! Es liegt daran, dass verzweifelte Web-Entwickler wie ich ihre PNGs in GIFs konvertieren und noch viel, viel schlimmeres tun, damit die von ihnen gebauten Sites im Marktführer Internet Explorer genau so gut aussehen wie in tatsächlich funktionierenden Browsern.

Aber wisst ihr was? Ich spare mir die Arbeit. Wer Internet Explorer benutzt, wird auf meiner neuen Site halt mit hässlichen Rändern um die PNGs leben müssen. Ich werde nicht versäumen, im FAQ darauf hinzuweisen, warum das alles so ist, wie es ist. Und wer deswegen die Site doof findet und zur Konkurrenz geht, wird eh nicht glücklich im Leben. Außerdem: irgendwann kommt ja IE7. Und da funktioniert bestimmt vieles besser. Ah, Opinionated Software. Wundervoll.

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Am Zen vorbei geschossen

Woran man die schlechte deutsche Kopie einer tollen englischsprachigen Website erkennt (mal abgesehen vom vielen, äh, Deutsch):

  • Das Design des Originals wurde beinahe ohne Veränderung übernommen.
  • Auf der Startseite wird man von einer freundlich lächelnden Dame begrüßt. Die natürlich nichts mit der angebotenen Dienstleistung zu tun hat. (Schade.) Die freundlich lächelnde Dame soll dem geneigten Besucher vermitteln, dass das hier Angebotene echt nützlich ist. Und sie deswegen so lächelt. del.icio.us braucht auch ganz dringend eine freundlich lächelnde Dame auf der Startseite. Dann würde es endlich mal jemand benutzen! Äh, Moment…
  • Natürlich kann man sich koooostenlos aaaanmelden. Das kostet nichts. Und ist völlig ohne Kosten. Denn es ist kostenlos! Und kostet keinen Cent. Ne?
  • Der Versuch, das Angebotene zu erklären, sieht auf den ersten Blick aus wie ein Grafikfehler im Browser und lässt den geneigten Besucher noch verwirrter zurück als vorher.
  • Hinter dem ganzen Spaß steckt ein Startup mit einem dämlichen Fantasienamen. Und der enthält auch noch Begriffe, die im Englischen etwas bedeuten, was die Gründer garantiert nicht in ihrem Firmennamen stehen haben wollen. Und überhaupt: dürfen GbRs das überhaupt inzwischen?
  • Last, but not least: auf dem Projekt-Weblog wird man gesiezt. Na dann: willkommen zurück im wundervollen Jahre 1999.
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Das Licht

Endlich sagt er es. Warum genau Rails so verdammt super ist. Darüber bin ich so glücklich, dass ich diesen Beitrag in einer doppelt so großen Schrift schreibe wie sonst.

Rails is all about making the simple things so easy that you need not abstract them. It’s about making the creation of logins, of access control, of content management, of all these business logic components so very easy that you will treasure the application-specific solutions of your own rather than long for The One True Login System.

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Playstation Portable vs. Senseo

Auf Antigames habe ich zwei meiner neueren Errungenschaften gegenübergestellt und verglichen: PSP vs. Senseo. Lumines spiele ich nur ab und zu. Aber Kaffee trinke ich dauernd. Senseo FTW!

(Update: der Spaß ist auf Yahoo gelandet. Das Leben ist schön.)

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