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Tragische Erkenntnis des Tages: ich bin dermaßen verfressen, dass ich deswegen in ein anderes Land umziehe.

Wenn ich darüber nachdenke, warum ich eigentlich wieder die Insel verlassen und zurück nach Deutschland ziehen möchte, fällt mir auf, dass Essen und Trinken eine große Rolle spielen. Eine vielleicht zu große.

Meine Versuche, in Brighton und London gute und gleichzeitig bezahlbare Restaurants zu finden, endeten leider ernüchternd. Es ist nicht die englische Küche als solche, die ich nicht mag (im Gegenteil), sondern der für einen Europäer (also: vom Festland) ungewohnte Mangel an Qualitätsstandards und -Anspruch. Jetzt ist gerade Brighton natürlich auch eine klassische Touristen- und Studentenstadt, insofern dürfte mich eigentlich kaum wundern, dass man fast überall nur Essen serviert bekommt, das einen nicht gerade zur baldigen Wiederkehr motiviert.

Jetzt freue ich mich auf all die vielen schönen Restaurants und Bars in Berlin. Wenn die Bestellung mal wieder etwas länger dauert, werde ich mich an meine kulinarischen Erlebnisse in England zurück erinnern und froh sein, dass mir wenigstens keine verschimmelten Burgerbrötchen, knochenharte Avocados oder Caipirinas mit Sodawasser aufgetischt werden.

Die Liste von zu meidenden Läden in Brighton & Hove wäre ziemlich lang, aber wir wollen ja positiv bleiben; deswegen hier ein paar Restaurants, die ich tatsächlich empfehlen kann:

Red Snapper: Thai Food, BYOB (bring your own booze), Seven Dials. Irre nette Leute, gemütliche Atmosphäre, fantastisches Essen. Es gibt seit ein paar Monaten auch ein zweites Red Snapper in der Waterloo Street; ist auch sehr gut, aber das bei Seven Dials war einen Tick besser.

Riddle & Finns: Seafood, gehobene Klasse, nicht ganz billig, aber ideal für einen stylischen Abend mit Freunden und/oder Familie. Es gibt zwei; eins in den Lanes, eins in der Church Road in Hove.

The Ginger Pig: wahnsinnig gutes Essen (französische/englische Küche), nicht zu teuer, dafür immer rammelvoll und ohne Reservierungsmöglichkeit. Früh hingehen und ausreichend Zeit mitbringen, um erst mal eine halbe bis ganze Stunde an der Bar Gin & Tonics zu trinken, bevor man einen Tisch bekommt. Das Warten lohnt sich jedoch immer.

The Hove Tandoori: konstant gutes indisches Essen zu sehr fairen Preisen. Wahnsinnig nettes Personal, angenehme Atmosphäre. Deswegen ist es auch leider immer ziemlich voll, aber im Gegensatz zum Ginger Pig kann man hier wenigstens einen Tisch reservieren.

Mehr empfehlenswerte Restaurants fallen mir im Moment leider nicht ein. Wenn ich noch was finde, aktualisiere ich die Liste.

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